


MAG-Schweißen:
Metall-Aktiv-Gas-Schweißen – das klassische Elektroschweißen, wie es fast jeder kennt. Ein Lichtbogen zwischen einem dünnen Draht (0,8 mm) und dem zu schweißenden Teil erzeugt die nötige Hitze. Ein aktives Schutzgasgemisch aus CO2 und Argon verbessert das Schweißergebnis. Der Draht muss ständig nachgeführt werden, da er sich im Schmelzbad verbraucht und dabei für den nötigen Materialauftrag sorgt.
WIG-Schweißen:
Auch Wolfram-Inertgasschweißen genannt – ein elektrisches Verfahren, ähnlich dem Autogenschweißen. In einer inerten Schutzgasatmosphäre aus Argon, Helium oder einem Gemisch daraus wird mit einem kontinuierlichen Lichtbogen zwischen zu schweißendem Material und einer Wolframelektrode die nötige Hitze erzeugt. Es kann mit oder ohne Zugabe von Material geschweißt werden. Die Elektrode selbst verbraucht sich dabei nicht.
Bolzenschweißen:
Das Bolzenschweißen ist eine Entwicklung aus den 40er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die miteinander zu verbindenden Teile müssen aus dem gleichen Material sein. Ähnlich wie beim Punktschweißen werden die Teile mit einem sehr kurzen, hohen Stromstoß an den Grenzflächen zum Schmelzen gebracht und anschließend bis zum Erstarren in die Schmelze getaucht. Als Stromquelle dient eine Kondensatorbatterie, die sich schlagartig entlädt. Das Verfahren wird zum Verbinden von Muttern oder Bolzen mit Blechen angewandt.
Widerstandsschweißen:
Beim Widerstandsschweißen werden zwei oder mehrere aufeinander liegende Blechteile zwischen zwei sich gegenüberstehende wassergekühlte Kupferelektroden geklemmt. Durch diese Kupferelektroden wird dann ein kurzer, hoher Stromstoß von mehreren 1000 Ampere geschickt. Aufgrund des Ohmschen Widerstandes der eingeklemmten Bleche werden diese zwischen den Elektroden zum Glühen gebracht und an den Grenzflächen miteinander verschmolzen. Diese Methode eignet sich zum Verbinden von Blechen bis ca. 6 mm Dicke. Auch unterschiedliche Materialsorten können miteinander verschweißt werden, z. B. Messing mit Stahl.